# Artensterben – Verlust der lebendigen Vielfalt

**Stand:** 24. September 2026  
**Thema:** Biodiversitätskrise / Artensterben / Lebensräume / Vernetzung  
**Bildserie:** 5 Bilder  
**Zweck:** Web-Integration, Bildungsarbeit, KI-Ethos / Kolibriethos

## Kurzbeschreibung

Das Artensterben gehört zu den großen Umweltproblemen unserer Zeit. Es geht nicht nur um das Verschwinden einzelner Tiere oder Pflanzen, sondern um den Verlust von evolutionär gewachsener Einzigartigkeit, genetischer Vielfalt, ökologischen Beziehungen und ganzen Lebensräumen. Jede Art ist ein einmaliges Ergebnis einer langen Entwicklungsgeschichte. Stirbt sie aus, verschwindet eine besondere Form des Lebens unwiederbringlich.

Arten stehen zugleich nie für sich allein. Sie leben in Biotopen und Ökosystemen, sind Nahrung, Bestäuber, Samenverbreiter, Zersetzer, Räuber, Beute, Symbiosepartner oder Gestalter von Lebensräumen. Der Verlust einer Art verändert daher auch die Lebensbedingungen anderer Arten. Besonders problematisch wird dies, wenn Lebensräume gleichzeitig verkleinert, verschmutzt, zerschnitten oder durch Klimaveränderungen verschoben werden.

Die zentrale Aussage dieser Bildserie lautet deshalb:

> **Artensterben ist nicht nur der Verlust einzelner Arten. Es ist der Verlust von Einzigartigkeit, Beziehungen, Anpassungsfähigkeit und Zukunftsmöglichkeiten des Lebens.**

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## 1. Die Größenordnung

Die internationale Biodiversitätsplattform IPBES schätzt die Zahl der Tier- und Pflanzenarten weltweit auf ungefähr **8 Millionen**. Bis zu **1 Million Arten** gelten als vom Aussterben bedroht, viele davon bereits innerhalb der kommenden Jahrzehnte, wenn die Belastungen nicht deutlich zurückgehen.

Bei den ausreichend untersuchten Tier- und Pflanzengruppen gelten im Mittel ungefähr **25 % der Arten als bedroht**. Die heutige globale Aussterberate liegt nach IPBES **Dutzende bis Hunderte Male über der durchschnittlichen Rate der vergangenen 10 Millionen Jahre** und nimmt weiter zu.

Die IUCN Red List umfasste im Juli 2026 **175.909 bewertete Arten**, davon **49.505 als bedroht**. Diese Zahl darf nicht als Anteil aller Arten der Erde verstanden werden, weil viele Artengruppen bislang nur teilweise untersucht sind.

### Europa

Die Europäische Umweltagentur berichtet, dass **81 % der nach der EU-Habitatrichtlinie bewerteten Lebensräume** in einem schlechten oder unzureichenden Zustand sind. Bei den bewerteten Vögeln betrifft dies **39 %**, bei den übrigen geschützten Arten **62 %**.

Eine IUCN-Neubewertung der europäischen Süßwasserfische von 2026 untersuchte **558 heimische Arten**. Davon gelten **42 % als bedroht**, weitere **18 % als potenziell gefährdet (Near Threatened)**. Besonders wichtig sind dabei Lebensraumveränderungen und Wanderhindernisse, Verschmutzung, invasive Arten und zunehmend der Klimawandel.

### Deutschland

Das Bundesamt für Naturschutz weist für die deutsche Rote Liste der Biotoptypen aus, dass **65,1 % der Biotoptypen** ein unterschiedlich hohes Verlustrisiko aufweisen oder bereits vollständig vernichtet sind. Die zugrunde liegende Fassung der Roten Liste stammt aus dem Jahr 2017; die BfN-Seite führt sie weiterhin als aktuelle Fassung.

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## 2. Warum Artensterben so gravierend ist

### 2.1 Jede Art ist eine einmalige Form des Lebens

Eine Art ist nicht bloß ein Name in einem Bestimmungsbuch. In ihr steckt eine evolutionär entstandene Kombination aus genetischer Ausstattung, Körperbau, Verhalten, Wahrnehmung, Stoffwechsel und Anpassung an bestimmte Umweltbedingungen.

Viele dieser Eigenschaften sind über sehr lange Zeiträume entstanden. Mit dem endgültigen Aussterben einer Art verschwindet diese konkrete evolutionäre Linie. Sie kann nicht einfach wieder aufgebaut werden wie eine Straße oder ein Gebäude.

Darum kann man vom Verlust eines Teils der **„Genialität der Welt“** sprechen: Die Natur verliert eine eigenständige Lösung, die das Leben im Verlauf der Evolution hervorgebracht hat.

### 2.2 Keine Art lebt allein

Arten bilden Beziehungsnetze. Beispiele sind:

- Pflanzen und ihre Bestäuber,
- Früchte und Samenverbreiter,
- Räuber und Beutetiere,
- Pflanzenwurzeln und Mykorrhizapilze,
- abgestorbenes Material und Zersetzer,
- Bodenorganismen und Bodenfruchtbarkeit,
- Wasserpflanzen, Insektenlarven, Amphibien, Fische und Wasservögel.

Nicht jeder Verlust einer einzelnen Art führt unmittelbar zum Zusammenbruch eines Ökosystems. Ökosysteme besitzen zum Teil funktionelle Redundanz. Trotzdem verändert jeder Verlust das Netz. Bei Schlüsselarten oder stark spezialisierten Beziehungen können daraus Kettenreaktionen entstehen.

### 2.3 Lebensraumverlust kommt häufig vor dem Artenverlust

Eine Art kann global noch existieren und trotzdem aus vielen Landschaften bereits verschwunden sein. Oft beginnt die Krise mit dem Verlust lokaler Populationen.

Typische Ursachen sind:

- Entwässerung von Mooren und Feuchtgebieten,
- Flussbegradigung und Querbauwerke,
- Verlust artenreicher Wiesen,
- Rodung und Vereinheitlichung von Wäldern,
- Flächenversiegelung,
- intensive Landwirtschaft,
- Überdüngung und Pestizide,
- Meeres- und Küstenveränderungen.

Dadurch wird aus einer ehemals zusammenhängenden Population eine Reihe kleiner Restpopulationen.

### 2.4 Zerschneidung und Isolation

Lebensraumfläche allein reicht nicht aus. Ebenso wichtig ist ihre **Vernetzung**.

Straßen, Siedlungen, monotone Agrarflächen, Zäune, Kanäle, Staudämme oder andere Barrieren können Bewegungen zwischen Populationen verhindern. Dadurch nimmt der genetische Austausch ab.

Eine große Nature-Studie zu Habitatfragmentierung verglich Daten von **4.006 Taxa aus 37 Studien auf sechs Kontinenten**. Fragmentierte Landschaften wiesen sowohl auf lokaler Ebene als auch auf Landschaftsebene eine geringere Biodiversität auf. Das unterstreicht die Bedeutung größerer, zusammenhängender und miteinander verbundener Lebensräume.

### 2.5 Genetische Vielfalt

Artenvielfalt existiert auch **innerhalb einer Art**. Verschiedene Populationen tragen unterschiedliche genetische Varianten. Diese Vielfalt ist wichtig für Anpassung an Krankheiten, Temperaturveränderungen, Trockenheit und andere Umweltbedingungen.

Eine globale Meta-Analyse in Nature aus dem Jahr 2025 fand einen statistisch signifikanten Rückgang genetischer Vielfalt innerhalb von Populationen. Der reduzierte Datensatz umfasste **622 Arten** aus 36 Klassen und 16 Stämmen.

Die Autoren zeigen zugleich, dass Schutzmaßnahmen helfen können, beispielsweise:

- Verbesserung der Umweltbedingungen,
- Vergrößerung von Populationen,
- Wiederherstellung von Lebensraumverbindungen,
- gezielte Umsiedlungen oder genetischer Austausch, wo dies fachlich begründet ist.

### 2.6 Klimawandel und Wanderungsmöglichkeiten

Klimawandel bedeutet für eine Art nicht nur, dass sie höhere Temperaturen „aushalten“ muss. Viele Arten reagieren auf veränderte Bedingungen durch Verlagerung ihres Lebensraums:

- nach Norden,
- in größere Höhen,
- in kühlere Täler,
- in feuchtere Gebiete,
- entlang von Fluss- oder Waldkorridoren.

Ist die Landschaft stark zerschnitten, kann diese Anpassungsstrategie blockiert werden. Deshalb werden ökologische Korridore und Trittsteinbiotope im Klimawandel besonders wichtig.

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## 3. Mehrfachbelastung

Das Artensterben besitzt selten nur eine Ursache. Besonders kritisch ist das **Zusammenwirken verschiedener Belastungen**.

Wichtige Faktoren sind:

1. Lebensraumverlust und Lebensraumveränderung
2. direkte Übernutzung von Arten und Ressourcen
3. Klimawandel
4. Verschmutzung
5. invasive gebietsfremde Arten
6. Wasserentnahme und Austrocknung
7. Zerschneidung und fehlende Vernetzung

Ein Feuchtgebiet kann beispielsweise gleichzeitig durch Entwässerung, steigende Temperaturen, längere Trockenperioden, Nährstoffeinträge, Pestizide, invasive Arten und Straßenbau belastet sein. Eine Art, die eine einzelne Belastung vielleicht noch verkraftet hätte, kann an dieser Kombination scheitern.

Eine typische Abwärtsspirale lautet:

**Lebensraumverlust → kleinere Populationen → Isolation → weniger genetischer Austausch → geringere Anpassungsfähigkeit → höhere Empfindlichkeit gegenüber Klima, Krankheiten und Extremereignissen → weiterer Populationsrückgang → lokales Verschwinden → globales Aussterben.**

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## 4. Schutz bedeutet mehr als Schutzgebiete

Artenschutz braucht mehrere miteinander verbundene Ebenen:

### 4.1 Schützen

Vorhandene wertvolle Lebensräume erhalten und wirksam vor weiterer Verschlechterung schützen.

### 4.2 Vergrößern

Sehr kleine Restflächen reichen für langfristig stabile Populationen häufig nicht aus. Naturnahe Flächen müssen deshalb erweitert werden.

### 4.3 Verbinden

Ökologische Korridore, Hecken, Feldränder, Flussauen, Grünbrücken, Waldverbindungen und Trittsteinbiotope ermöglichen Wanderung und genetischen Austausch.

### 4.4 Wiederherstellen

Zerstörte oder stark veränderte Lebensräume können teilweise renaturiert werden:

- Moore wiedervernässen,
- Flüsse und Auen renaturieren,
- Feuchtgebiete wiederherstellen,
- monotone Landschaften strukturreicher gestalten,
- naturnahe Wälder fördern.

### 4.5 Belastungen reduzieren

Langfristiger Artenschutz verlangt auch eine Verringerung der Ursachen:

- weniger Schadstoff- und Nährstoffeinträge,
- geringerer Pestiziddruck,
- nachhaltigere Ressourcennutzung,
- Klimaschutz,
- bessere Kontrolle invasiver Arten,
- weniger neue Zerschneidung und Versiegelung.

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## 5. Artenvielfalt und Wohlstand

Beim Artenschutz entsteht häufig der Eindruck eines Gegensatzes:

**Natur schützen oder Wohlstand erhalten.**

Diese Gegenüberstellung ist zu einfach.

Natürliche Systeme tragen selbst wesentliche Grundlagen unseres Wohlstands:

- Bestäubung,
- fruchtbare Böden,
- sauberes Wasser,
- Wasserregulation,
- Klimaregulation,
- genetische Ressourcen,
- Nahrung,
- medizinisch oder technisch nutzbare biologische Stoffe,
- Landschaft und Lebensqualität.

Trotzdem verlangt wirksamer Artenschutz reale Entscheidungen. Er kann kurzfristig Fläche, Geld, Produktionsmöglichkeiten oder Bequemlichkeit kosten. Die ethische Frage lautet deshalb nicht, ob Schutz „kostenlos“ möglich ist, sondern wie viel heutigen Nutzungsanspruch wir begrenzen wollen, um irreversible Verluste zu verhindern.

Eine mögliche Leitformulierung lautet:

> **Wir verzichten nicht auf Wohlstand, um etwas Dekoratives namens Natur zu erhalten. Wir begrenzen einen Teil unserer heutigen Verfügungsmöglichkeiten, damit die lebendige Vielfalt der Erde auch morgen noch bestehen und sich weiter entfalten kann.**

Der entscheidende Unterschied zu vielen anderen Problemen besteht in der **Irreversibilität**: Ein ausgestorbener Organismus kann nicht einfach wieder aufgebaut werden.

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## 6. Didaktische Linie der Bildserie

### Bild 1 – Mit jeder Art verschwindet eine Welt

**Frage:** Was verlieren wir eigentlich?  
**Antwort:** Einzigartigkeit, Evolutionsgeschichte, genetische Information und besondere Lebensformen.

### Bild 2 – Keine Art lebt allein

**Frage:** Warum betrifft der Verlust einer Art auch andere?  
**Antwort:** Weil Arten Knoten in komplexen Beziehungsnetzen sind.

### Bild 3 – Lebensräume müssen verbunden sein

**Frage:** Warum reicht eine kleine geschützte Restfläche oft nicht?  
**Antwort:** Populationen brauchen Austausch, Wanderungsmöglichkeiten und Genfluss.

### Bild 4 – Der Mehrfachangriff auf die Artenvielfalt

**Frage:** Warum ist die Krise so schwer zu stoppen?  
**Antwort:** Weil mehrere Belastungen gleichzeitig wirken und sich gegenseitig verstärken.

### Bild 5 – Artenschutz heißt auch Umdenken

**Frage:** Was können wir tun?  
**Antwort:** Schützen, vergrößern, verbinden, wiederherstellen und Belastungen reduzieren.

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## 7. Kernsätze

- **Mit jeder Art verschwindet eine Welt.**
- **Artensterben ist Verlust von Einzigartigkeit, Beziehung und Zukunft.**
- **Keine Art lebt allein.**
- **Lebensräume müssen nicht nur existieren – sie müssen auch verbunden sein.**
- **Isolation schwächt Populationen und verringert Anpassungsmöglichkeiten.**
- **Viele Belastungen wirken zusammen und verstärken sich.**
- **Artenschutz schützt nicht nur Arten, sondern die Lebendigkeit der Welt.**
- **Heute handeln – für eine lebenswerte und vielfältige Zukunft.**

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# Bilddateien und Kurztexte

## Bild 1

**Title:** Mit jeder Art verschwindet eine Welt  
**imagefilename:** `artensterben_01_eine_welt_verschwindet.jpg`  
**subtext:** Jede Art ist ein unwiederbringliches Ergebnis von Evolution, Anpassung und Beziehung.  
**longtext:** Das Bild zeigt, dass Artensterben weit mehr ist als der Verlust einzelner Tiere oder Pflanzen. Mit jeder Art verschwinden eine besondere Form des Lebens, eine eigene genetische Ausstattung, eine Evolutionsgeschichte und besondere Anpassungen. Was endgültig ausgestorben ist, kann nicht wiederhergestellt werden.

## Bild 2

**Title:** Keine Art lebt allein  
**imagefilename:** `artensterben_02_netz_des_lebens.jpg`  
**subtext:** Arten sind Knotenpunkte in lebendigen Beziehungsnetzen.  
**longtext:** Pflanzen, Bestäuber, Vögel, Amphibien, Fische, Pilze, Bodenorganismen und Zersetzer bilden ökologische Netze. Verschwindet eine Art, verändern sich auch Beziehungen zu anderen Arten. Nicht jeder Verlust zerstört sofort das gesamte System, aber jeder Verlust verändert das Netz und kann seine Stabilität verringern.

## Bild 3

**Title:** Lebensräume müssen verbunden sein  
**imagefilename:** `artensterben_03_lebensraeume_verbinden.jpg`  
**subtext:** Zerschneidung und Isolation beschleunigen den Verlust biologischer Vielfalt.  
**longtext:** Arten brauchen nicht nur genügend Fläche, sondern auch Austausch zwischen Populationen. Straßen, Siedlungen und andere Barrieren können Populationen isolieren. Weniger Genfluss führt langfristig zu genetischer Verarmung und geringerer Anpassungsfähigkeit. Grünbrücken, Hecken, Flusskorridore und Trittsteinbiotope können Verbindungen wiederherstellen.

## Bild 4

**Title:** Der Mehrfachangriff auf die Artenvielfalt  
**imagefilename:** `artensterben_04_mehrfachangriff.jpg`  
**subtext:** Artensterben entsteht meist durch das Zusammenwirken mehrerer Belastungen.  
**longtext:** Lebensraumverlust, Klimawandel, Verschmutzung, Übernutzung, invasive Arten, Wasserentnahme und Landschaftszerschneidung wirken häufig gleichzeitig. Diese Belastungen verstärken sich gegenseitig und können die Anpassungsfähigkeit von Populationen überfordern.

## Bild 5

**Title:** Artenschutz heißt auch Umdenken  
**imagefilename:** `artensterben_05_umdenken_und_handeln.jpg`  
**subtext:** Schutz, Wiederherstellung und Vernetzung kosten Mühe – aber der Verlust wäre größer.  
**longtext:** Artenschutz verlangt mehr als den Schutz einzelner Arten. Lebensräume müssen erhalten, erweitert, miteinander verbunden und teilweise wiederhergestellt werden. Gleichzeitig müssen die Belastungsursachen sinken. Das kann kurzfristige Nutzungsmöglichkeiten begrenzen, schützt aber langfristig die Vielfalt und Stabilität unserer Lebensgrundlagen.

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# Anhang: Bildprompts

## Bildprompt 1 – Mit jeder Art verschwindet eine Welt

Erstelle eine ausführliche, sachlich-emotionale deutschsprachige Infografik im ästhetischen, naturverbundenen Stil. Thema: **„Mit jeder Art verschwindet eine Welt“**. Im Zentrum steht ein großer Baum des Lebens oder ein evolutionäres Verzweigungsbild. Einige Äste sind lebendig und reich mit Tieren, Pflanzen, Insekten, Amphibien und Meereswesen besetzt, andere Äste verblassen, brechen ab oder lösen sich in Staub, Lichtpunkte oder leere Umrisse auf. Das Bild soll zeigen, dass jede Art ein einmaliges Ergebnis von Evolution, genetischer Vielfalt und besonderer Lebensweise ist. In kleinen Randfeldern oder eingewobenen Textbereichen sollen die Kerngedanken sichtbar werden: genetische Einzigartigkeit, evolutionäre Geschichte, besondere Anpassungen, unwiederbringlicher Verlust. Integriere wenige, gut lesbare Zahlen: **„Rund 8 Millionen Tier- und Pflanzenarten“**, **„Bis zu 1 Million Arten bedroht“**, **„Bei ausreichend untersuchten Gruppen im Mittel etwa 25 % bedroht“**, **„Aussterberate: Dutzende bis Hunderte Male höher als die langfristige natürliche Hintergrundrate“**. Gesamtwirkung: würdevoll, ernst, eindrücklich, nicht kitschig.

## Bildprompt 2 – Keine Art lebt allein

Erstelle eine ausführliche deutschsprachige Infografik im klaren, naturverbundenen Stil zum Thema **„Keine Art lebt allein“**. Zeige ein artenreiches Biotop, zum Beispiel ein Feuchtgebiet oder eine blütenreiche Wiese mit angrenzendem Waldrand. Darin sichtbar vernetzt: Pflanzen, Insekten, Bestäuber, Vögel, Amphibien, kleine Säugetiere, Fische, Pilze, Bodenorganismen und Zersetzer. Verwende Linien, Kreise oder grafische Verbindungen, um Bestäubung, Nahrungsketten, Samenverbreitung, Zersetzung und Bodenfruchtbarkeit darzustellen. Das Bild soll die ökologische Vernetzung betonen: Arten sind Knoten in einem lebendigen Netz. Einzelne fehlende oder blass werdende Arten sollen zeigen, wie das Netz geschwächt wird. Wichtige Botschaft im Bild: **„Nicht jeder Verlust zerstört sofort alles – aber jeder Verlust verändert und schwächt das Netz.“** Stil: verständlich, ruhig, schön, aber inhaltlich dicht.

## Bildprompt 3 – Lebensräume müssen verbunden sein

Erstelle eine wissenschaftlich klare und zugleich ästhetische deutschsprachige Infografik mit dem Titel **„Lebensräume müssen verbunden sein“**. Das Bild ist zweigeteilt. Links eine zusammenhängende, lebendige Landschaft mit Wald, Wiese, Feuchtstelle, Hecken, Bachlauf und wandernden Tieren; Pfeile zeigen Bewegung und Genfluss zwischen Populationen. Rechts eine zerschnittene Landschaft mit Straßen, Siedlungen, intensiver Landwirtschaft und kleinen isolierten Restflächen. Auf diesen Restflächen sind kleine Tierpopulationen zu sehen, voneinander getrennt. Zeige eine klare Prozesskette: **Zerschneidung → Isolation → weniger genetischer Austausch → genetische Verarmung → geringere Anpassungsfähigkeit → höheres Aussterberisiko.** Ergänzend Lösungsansätze: Grünbrücken, Hecken, Trittsteinbiotope, Flusskorridore, größere Schutzgebiete. Das Bild soll stark didaktisch sein und die Bedeutung von Vernetzung und Zusammenhang hervorheben.

## Bildprompt 4 – Der Mehrfachangriff auf die Artenvielfalt

Erstelle eine strukturierte, detailreiche deutschsprachige Infografik zum Thema **„Der Mehrfachangriff auf die Artenvielfalt“**. In der Mitte befindet sich ein empfindliches Ökosystem, zum Beispiel ein Feuchtgebiet oder eine vielfältige Kulturlandschaft. Von außen wirken mehrere Problemfelder gleichzeitig ein: **Lebensraumverlust und -veränderung, Klimawandel, Verschmutzung, Übernutzung, invasive Arten, Wasserentnahme und Trockenheit sowie Zerschneidung der Landschaft.** Zeige, dass diese Belastungen zusammenwirken und die Artenvielfalt von mehreren Seiten schwächen. Baue Beispiele ein: austrocknende Bereiche, Nährstoff- und Pestizideinträge, invasive Arten, übernutzte Fischbestände, belastete Amphibien, Straßen oder Siedlungen. Ergänze belastbare Orientierungszahlen: **bis zu 1 Million bedrohte Arten**, **81 % der bewerteten EU-Lebensräume in schlechtem oder unzureichendem Zustand**, **65,1 % der deutschen Biotoptypen mit Verlustrisiko**. Gesamtwirkung: sachlich, dringlich, verständlich.

## Bildprompt 5 – Artenschutz heißt auch Umdenken

Erstelle ein abschließendes, hoffnungsvolles, aber realistisches deutschsprachiges Infografik-Bild mit dem Titel **„Artenschutz heißt auch Umdenken“**. Zeige eine Landschaft im Übergang: auf einer Seite intensive Nutzung, Versiegelung, Zerschneidung und Verschmutzung; auf der anderen Seite wiederhergestellte Flüsse und Feuchtgebiete, artenreiche Wiesen, Hecken, größere Schutzflächen, ökologische Korridore und naturnähere Bewirtschaftung. Im Zentrum sollen fünf Handlungsrichtungen klar lesbar sein: **1. Schützen, 2. Vergrößern, 3. Verbinden, 4. Wiederherstellen, 5. Belastungen reduzieren.** Ergänze, dass Biodiversität auch menschliche Lebensgrundlagen unterstützt: Bestäubung, fruchtbare Böden, sauberes Wasser, Klimaregulation, genetische Ressourcen und Lebensqualität. Die zentrale Botschaft: Artenschutz kostet Mühe, Fläche, Aufmerksamkeit und manchmal kurzfristigen Gewinn oder Bequemlichkeit – aber der irreversible Verlust lebendiger Vielfalt wäre größer. Abschluss: **„Heute handeln – für eine lebenswerte und vielfältige Zukunft.“**

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# Quellen

1. **IPBES – Global Assessment / Media Release (2019)**  
   https://www.ipbes.net/news/Media-Release-Global-Assessment  
   Kerndaten: ca. 8 Mio. Arten; bis zu 1 Mio. bedroht; heutige Aussterberate Dutzende bis Hunderte Male höher als der langfristige Durchschnitt; etwa 25 % bedroht bei ausreichend untersuchten Gruppen.

2. **IUCN Red List – Update Juli 2026**  
   https://iucn.org/press-release/202607/desert-frog-deep-sea-molluscs-remarkable-species-risk-iucn-red-list  
   175.909 bewertete Arten; 49.505 bedroht.

3. **European Environment Agency – State of Europe’s biodiversity, Europe’s environment 2025**  
   https://www.eea.europa.eu/en/europe-environment-2025/thematic-briefings/biodiversity-and-ecosystems/state-of-europes-biodiversity  
   81 % der bewerteten Lebensräume, 39 % der Vögel und 62 % der übrigen Arten von gemeinschaftlichem Interesse in schlechtem oder unzureichendem Zustand.

4. **Bundesamt für Naturschutz – Rote Liste-Status der Biotoptypen in Deutschland**  
   https://www.bfn.de/daten-und-fakten/rote-liste-status-der-biotoptypen-deutschland  
   65,1 % der Biotoptypen mit Verlustrisiko bzw. bereits vollständig vernichtet; zugrunde liegende aktuelle Rote-Liste-Fassung 2017.

5. **IUCN – European Red List of Freshwater Fishes, 13. April 2026**  
   https://iucn.org/press-release/202604/almost-half-european-freshwater-fishes-risk-extinction-new-iucn-red-list  
   558 heimische Arten bewertet; 42 % bedroht, weitere 18 % Near Threatened.

6. **Nature – Species turnover does not rescue biodiversity in fragmented landscapes (2025)**  
   https://www.nature.com/articles/s41586-025-08688-7  
   4.006 Taxa, 37 Studien, sechs Kontinente; fragmentierte Landschaften mit geringerer lokaler und landschaftsweiter Biodiversität.

7. **Nature – Global meta-analysis shows action is needed to halt genetic diversity loss (2025)**  
   https://www.nature.com/articles/s41586-024-08458-x  
   Globaler Rückgang innerartlicher genetischer Vielfalt; reduzierte Meta-Analyse mit 622 Arten; Vernetzung und weitere Schutzmaßnahmen können Verluste mindern.
