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Blamiert!

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____blamiert!!!

Verflixt noch mal, es schüttelt mich:
Warum bin ich so blöde!
Warum noch mal, blamier' ich mich,
ich glüh' vor Zornesröte.

Es hilft nichts, wenn ich lauthals klag':
Es war nicht so gemeint.
Es bringt nichts, wenn ich nochmals sag':
Es war halt schlecht getimed.

Da steh ich nun, in Spott und Hohn,
tieftraurig schwer verletzt.
Nichts kann ich tun, kein Wort, kein Ton,
in welchen Mist hab' ich mich reingesetzt.

Warum, warum, ich werd' nicht schlau,
wie kann ich so was tun?
So dumm, so dumm, vor Ärger grün und blau,
kann nächtelang nicht ruhn.

Ich brauche jetzt ein gutes Wort,
vergeben und verzeihen
Wo ich verletzt an diesem Ort
nur klären kann befreien

Es tut mir leid, Entschuldigung
so bitte ich jetzt oft
Es tut mir leid, (Ernüchterung)
auf Liebe so gehofft.

Autor: Hans Hufnagel

Quelle: Kolibri-Ethos – Poesie: Begegnung, „Blamiert!“

Erste Auslegung

Das Gedicht führt unmittelbar in die körperliche und gedankliche Spirale der Scham. Ärger, Selbstbeschimpfung, Rechtfertigung und nächtliches Grübeln halten die Blamage fest. Der Mensch leidet nicht nur an dem Geschehenen, sondern beginnt, sich selbst insgesamt abzuwerten.

Eine Wendung wird erst möglich, als Klärung, Entschuldigung, Vergebung und ein gutes Wort auftauchen. Verantwortung bleibt notwendig, doch sie muss von Selbstvernichtung unterschieden werden. Verzeihen kann die Tat nicht ungeschehen machen, aber wieder Handlungsmöglichkeiten eröffnen.

Fragen an das Gedicht

  • Wann hilft Scham bei einer Korrektur, wann lähmt sie?
  • Was gehört zu einer glaubwürdigen Entschuldigung?
  • Wie können Betroffene geschützt werden, ohne einen fehlbaren Menschen dauerhaft auf seinen Fehler festzulegen?

Die erste Auslegung und die Fragen sind ein KI-Entwurf. Das Gedicht stammt von Hans Hufnagel; Textfassung und Auslegung warten auf seine Prüfung. Ein Bild zum Gedicht wird erst später auf Grundlage von Seite und Auslegung entwickelt.


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