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Lebensmotto

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Pastellfarbene illustrierte Gedichttafel Lebensmotto – Wandern, Begegnung und Lebensweg

Lebensmotto

Schritt für Schritt weiterwandern
träumend
tanzend

Reden mit dem einen, mit dem andern
lauschend
lernend

Von der Mitte in die Weite
suchend
singend

Gegen der Feinde Heerscharen Breite
kämpfend
ringend

Ich fühle mich - vom Wandeln verwandelt.
Ich täte es so gern - in Weisheit gehandelt.
Hier steh ich: dem Leben zugewandt,
das mich einst
so stolz, so fein, so klein
für dieses Sein
erfand.

Autor: Hans Hufnagel

Quelle: Kolibri-Ethos – Gedichte: Zeit

Erste Lesart

Das Gedicht beschreibt Leben nicht als fertigen Zustand, sondern als Bewegung. Träumen und Tanzen, Reden und Lauschen, Suchen und Ringen stehen paarweise nebeneinander. Entwicklung entsteht weder nur aus Leichtigkeit noch nur aus Kampf.

Die Wendung „vom Wandeln verwandelt“ führt den Weg nach innen zurück: Wer sich bewegt, begegnet anderen und verändert dabei auch sich selbst. Am Ende steht keine Größe, sondern eine dem Leben zugewandte, zugleich stolze und bescheidene Haltung.

Fragen an das Gedicht

  • Welche Schritte verändern uns, ohne dass wir es sofort bemerken?
  • Wie gehören Lauschen und Reden, Suchen und Singen zusammen?
  • Wann dient ein Kampf dem Leben – und wann verliert er dieses Ziel?

Die Auslegung ist ein Deutungsangebot. Andere Lesarten bleiben möglich.


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