Go for it
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Unschlüssig stehst Du da.
"Sag ich Nein, sag ich Ja?"
Unsicher zögerst Du.
Willst nicht und hast doch keine Ruh.
Was ist Dein Traum?
Vergiß ihn nicht.
Schau zu dem Baum.
Er wächst zum Licht.
Wenn Du die Sonne willst,
dann geh ins Licht.
Wenn Du Klarheit willst,
versteck die Fragen nicht.
Wenn Du sie wirklich liebst,
dann sag' es ihr.
Wenn Du die Tiefe suchst,
dann bleib' nicht hier.
Go for it!
Mach es Dir klar.
Go for it!
Nur was Du tust, wird wahr.
Go for it!
Niemand kann für Dich gehn.
Go for it!
Lass alles andre stehn.
Go for it!
Beschreibe Deine Wünsche klar.
Go for it!
und Deine Träume werden wahr.
Go for it!
...
Quelle: Kolibri-Ethos – Poesie: Begegnung, „Go for it“
Erste Lesart
Das Gedicht stellt dem Zögern eine entschlossene Bewegung entgegen. Wünsche und Träume sollen nicht nur betrachtet, sondern in Handlungen übersetzt werden. Sein Ton ist direkt und ermutigend: Der entscheidende Schritt beginnt nicht irgendwann, sondern in der Gegenwart.
Ethisch interessant wird dieser Impuls an seiner Grenze. Mut ist nicht dasselbe wie Rücksichtslosigkeit, und Entschlossenheit ersetzt keine Verantwortung. Eine tragfähige Lesart verbindet daher das „Losgehen“ mit Aufmerksamkeit für Folgen, Freiheit und das Gegenüber.
Fragen an das Gedicht
- Soll der englische Titel in dieser Schreibweise und Zeichensetzung bleiben?
- Braucht der starke Handlungsimpuls ein deutlicheres Gegengewicht aus Verantwortung und Rücksicht?
- Ist die geschlechtsspezifische Formulierung in der Liebeszeile bewusst gewählt oder soll sie geöffnet werden?
Die Textfassung folgt der angegebenen Quelle. Angaben zur Bildentstehung und zu Nutzungsrechten sind bei einer Weiterverwendung der Bilder zu prüfen.
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