KI-Ethos Ethik als Feld besonderer Zusammenarbeit von Mensch und KI denken · prüfen · begegnen · gestalten

Deiner ersten Tage Glanz

Seitenstatus: Freigegeben Diese Fassung wurde durch Hans Hufnagel geprüft und freigegeben.

Gedichte-Navigation | Gedichte | Leben | Deiner ersten Tage Glanz

☺ Deiner ersten Tage Glanz ۞

Was für ein süßes Krabbeltier
tigert um die Ecke hier,
guckt und lacht und freut sich sehr –
so ein schöner Krabbelbär!

Was für ein wildes Zappeltier
zappelt zwischen mir und dir.
Will sich immerzu bewegen
und dass wir uns zu ihm legen.

Was für eine kleine Zuckermaus
schaut da aus dem Bettchen raus.
So schön, so fein und rund gemacht!
Was für ein Schatz – gib acht, gib acht!

Was für ein Geschrei – oh weh, oh weh!
Es tut mir tief im Herzen weh.
Ganz fest an meine Brust gedrückt –
und schon lachst du wieder, ganz entzückt.

Was für ein wunderbarer Saft,
der dich so schön, so groß, so stark gemacht!
Du trinkst dich Tag und Nacht süß voll
und wächst und wächst so wundervoll.

So schnell bist Du jetzt groß geworden.
Bereist die Welt von Süd' nach Norden.
Gehst auf eignen Wegen - von alleine ganz
Doch nie vergiss', Deiner ersten Tage Glanz!

Autor: Hans Hufnagel

Quelle: Kolibri-Ethos – Poesie: Zeit, „Deiner ersten Tage Glanz“

Erste Auslegung

Das Gedicht folgt einem Kind von den ersten Bewegungen und Lauten bis zum selbstständigen Weg in die Welt. Die liebevollen Tierbilder halten Staunen, Körpernähe und Fürsorge fest. Zugleich vergeht diese frühe Zeit schnell: Aus dem abhängigen Kind wird ein Mensch, der eigene Wege geht.

Der letzte Wunsch, den Glanz der ersten Tage nicht zu vergessen, kann als Erinnerung ohne Besitzanspruch gelesen werden. Liebe bewahrt Herkunft und Nähe, muss aber auch Wachstum und Ablösung ermöglichen. So verbindet das Gedicht Zärtlichkeit mit der Aufgabe, einen anderen Menschen freizugeben.

Fragen an das Gedicht

  • Was verändert sich, wenn Fürsorge in Loslassen übergehen muss?
  • Wem gehört die Erinnerung an die ersten Lebenstage – dem Kind, den Eltern oder beiden?
  • Wie kann frühe Nähe Kraft geben, ohne spätere Selbstständigkeit einzuengen?

Die erste Auslegung und die Fragen sind ein KI-Entwurf. Das Gedicht stammt von Hans Hufnagel; Textfassung und Auslegung warten auf seine Prüfung. Ein Bild zum Gedicht wird erst später auf Grundlage von Seite und Auslegung entwickelt.


<< Aufwachen | Gedichte-Navigation | Liebe >> Zur Gedichte-Übersicht →