Des Vergleichens Grenzen
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Des Vergleichens Grenzen
Ein ewiges Kreisen
ist das Vergleichen
um die falsche Mitte,
komm, lass es bitte!
Man vergleicht gestern mit heute,
einfache und besondere Leute,
"Schwarze" und Rötlich-"Weiße"
und alles auf die falsche Weise.
Weil es damals so war,
das ist scheinbar klar,
muss es heute so sein.
So macht man sich klein.
Weil die da so sind,
müssen alle so sein.
Bist Du wirklich so blind
oder noch ein Kind?
Wer kann beim Vergleichen
denn wirklich beweisen,
wo richtig gemessen wird
und wo man irrt?
Was wird denn verglichen?
Aus all dem Möglichen
meist die falschen Sachen
für Beweise nicht zum Lachen.
Was willst Du sagen mit all den Vergleichen,
was so verschlüsselt denn erreichen.
Komm sag es direkt,
auch wenn's mir nicht schmeckt!
Autor: Hans Hufnagel
Quelle: Kolibri-Ethos – Poesie: Begegnung, „Des Vergleichens Grenzen“
Erste Auslegung
Vergleiche helfen beim Denken, können aber eine falsche Mitte erzeugen. Das Gedicht kritisiert besonders jene Vergleiche, die Menschen pauschal Gruppen zuordnen, Gegenwart aus Vergangenheit ableiten oder ausgewählte Merkmale als Beweis behandeln. Hinter scheinbar neutralem Messen können Vorurteile und unausgesprochene Absichten stehen.
Der Schluss fordert direkte Rede. Damit wird Vergleich nicht grundsätzlich verworfen; verlangt werden vielmehr transparente Maßstäbe, passende Gegenstände und die Bereitschaft, die eigene Aussage offen zu verantworten.
Fragen an das Gedicht
- Welche Vergleiche erklären etwas, welche machen Menschen kleiner?
- Wer bestimmt, was gemessen und was ausgeblendet wird?
- Wie lassen sich historische Vergleiche nutzen, ohne Unterschiede einzuebnen?
Die erste Auslegung und die Fragen sind ein KI-Entwurf. Das Gedicht stammt von Hans Hufnagel; Textfassung und Auslegung warten auf seine Prüfung. Ein Bild zum Gedicht wird erst später auf Grundlage von Seite und Auslegung entwickelt.
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