Grenznähe
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Grenznähe
Wo Du auch bist,
sind Grenzen nicht weit.
Was Du auch willst,
zum Begrenzen sei bereit.
Was Du auch tust,
Du stößt an Grenzen in Nu.
Wovon Du auch träumst,
Du baust Brücken immerzu!
Autor: Hans Hufnagel
Quelle: Kolibri-Ethos – Poesie: Grenzen, „Grenznähe“
Erste Auslegung
In wenigen Zeilen stellt das Gedicht Grenzen als ständige Begleiter menschlichen Lebens dar. Ort, Wille, Handlung und Traum führen jeweils an eine Begrenzung. Die Antwort darauf ist jedoch nicht nur Verzicht: Gerade Träume bauen fortwährend Brücken.
So entsteht eine doppelte Ethik der Grenze. Begrenzungen müssen wahrgenommen und teilweise geschützt werden; zugleich können Menschen Übergänge schaffen, Verständigung suchen und neue Möglichkeiten eröffnen. Reife besteht weder im grenzenlosen Überschreiten noch im ängstlichen Stillstand.
Fragen an das Gedicht
- Welche Grenzen schützen Leben und Würde?
- Wann wird eine Grenze zur unnötigen Schranke?
- Was unterscheidet eine Brücke von einer Grenzverletzung?
Das Gedicht stammt von Hans Hufnagel. Auslegung und Fragen wurden mit KI-Unterstützung erarbeitet und sind ein Deutungsangebot; eigene Lesarten bleiben möglich.
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