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Empfindsame Gefühle

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Empfindsame Gefühle

Ein Ton berührt sanft mein Ohr,
ruft Bilder, Gedanken, Wünsche hervor.

Eins lässt das andre schwingen,
lockt andres mit zu klingen.

Es dringt wie eine Welle in mich ein.
Empfindsamkeit, wie verzaubernd kannst Du sein!

In meinen Atem schleicht sich leise
eine zarte Melodie.
Fühlend zieht sie in mir Kreise.
Ich hör' Klänge wie noch nie.

Seh' den weiten hellen Raum,
fülle ihn mit meinem Traum.

Seh' verklingend ihn versinken,
atme weiter um zu trinken

aus dem Zauberklängeteich.
Oh Gefühle, ihr seid so reich!

Autor: Hans Hufnagel

Quelle: Kolibri-Ethos – Poesie: Begegnung, „Empfindsame Gefühle“

Erste Auslegung

Ein einzelner Ton setzt im Gedicht einen ganzen Resonanzraum in Bewegung. Hören, Atmen, Erinnern, Träumen und Fühlen gehen ineinander über. Empfindsamkeit ist damit keine bloße Reaktion, sondern eine schöpferische Fähigkeit: Etwas Äußeres klingt im Menschen weiter und gewinnt eine neue Gestalt.

Diese Offenheit ist kostbar und verletzlich. Wer stark mitschwingt, kann Reichtum erfahren, aber auch leichter überflutet werden. Ethisch stellt sich deshalb die Frage, wie Empfindsamkeit geschützt werden kann, ohne sie abzuschotten.

Fragen an das Gedicht

  • Wann wird Resonanz zur Quelle von Erkenntnis?
  • Welche Grenzen helfen empfindsamen Menschen, ohne ihr Wahrnehmen abzuwerten?
  • Wie verändern Musik und Atem den Zugang zu eigenen Gefühlen?

Die erste Auslegung und die Fragen sind ein KI-Entwurf. Das Gedicht stammt von Hans Hufnagel; Textfassung und Auslegung warten auf seine Prüfung. Ein Bild zum Gedicht wird erst später auf Grundlage von Seite und Auslegung entwickelt.


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