Sternenferne Nacht
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* Sternenferne Nacht *
Stille der Nacht,
was hast Du Dir für mich ausgedacht?
Nächtliches Schweigen,
was willst Du mir zeigen?
Dunkler Traum,
wem gibst Du Raum?
Neblige Ahnung,
Du verneinst meine Planung?
Du Nacht, führ' mich heraus,
aus der Enge in Deine Weite hinaus!
Zeig mir die Sterne,
entführ' mich in weiteste Ferne!
Mach' mir doch klar,
was falsch ist, was wahr.
Kannst Du mich lehren,
das Licht zu begehren?
Ich dank' Dir Nacht.
Du umgibst mich so sacht.
Du machst mich so weit.
Ich fühl' Deine Ewigkeit.
Ich liebe Dich, Nacht.
Du hast mein Fühlen so weit gebracht.
Ich träume im Licht der Sterne
vom Tag in der Ferne.
Liebste Nacht, ich schweig in Dir.
Deine Unendlichkeit schenkst Du mir.
Dort kommt schon der Morgen,
ein neuer Tag, neue Sorgen.
Du Nacht, geh nicht fort!
Deine Ruhe, ich lieb' diesen Ort.
bleib in mir am Tag,
weil ich Deine Sterne in mir trag.
Autor: Hans Hufnagel
Quelle: Kolibri-Ethos – Poesie: Zeit, „Sternenferne Nacht“
Erste Auslegung
Die Nacht erscheint als Gegenüber: Sie schweigt, fragt, weitet und entzieht sich der Planung. Das lyrische Ich sucht in ihr Wahrheit und Orientierung, erhält aber keine fertige Antwort. Stattdessen verändert die nächtliche Weite das Fühlen und öffnet einen Raum, in dem Enge, Sorgen und die Gewissheiten des Tages anders gesehen werden können.
Der kommende Morgen beendet diesen Raum nicht vollständig. Die Sterne sollen innerlich mit in den Tag genommen werden. Darin liegt eine ethische Bewegung: Stille und Distanz werden nicht zur Flucht vor dem Alltag, sondern können die Art verändern, wie ein Mensch in ihn zurückkehrt.
Fragen an das Gedicht
- Welche Wahrheit kann in der Stille sichtbar werden, die im geplanten Alltag verdeckt bleibt?
- Ist die Nacht im Gedicht Trost, Lehrerin, Geliebte oder alles zugleich?
- Wie lässt sich nächtliche Weite bewahren, ohne den Anforderungen des Tages auszuweichen?
Die erste Auslegung und die Fragen sind ein KI-Entwurf. Das Gedicht stammt von Hans Hufnagel; Textfassung und Auslegung warten auf seine Prüfung. Ein Bild zum Gedicht wird erst später auf Grundlage von Seite und Auslegung entwickelt.
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