BatterieAufladeTag
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BatterieAufladeTag
Was für ein wunderbarer Tag,
an dem das Leben mich so mag!
Die Zeit fließt sanft und zart dahin
vom AbendMorgen bis zum Nachtbeginn.
Kein Berg von Arbeit türmt sich auf,
kein TerminKalenderDauerLauf.
Das Nichtstun ist ganz klar geregelt.
Heut' wird nur im Traum gesegelt.
Das Essen streckt sich lang und länger,
nirgends wird die Zeit heut' enger.
Es wird nur ganz, ganz wenig heut' getan
und doch in mir fängt es zu fließen an.
Sehnsuchtsträume, der Freunde Worte Klang,
singend, lesend erklingt des Schabbats Hochgesang.
Kerzenlicht und langes Schweigen
IHR zu Ehren, welch ein Reigen.
Ein großer Dank gebührt den Juden schon,
entflohen aus des Pharaos Fron.
Dass diesen Tag sie der Welt geschenkt,
damit ganz tief ein jeder der Königin Schabbat gedenkt.
Autor: Hans Hufnagel
Quelle: Kolibri-Ethos – Poesie: Zeit, „BatterieAufladeTag“
Erste Auslegung
Das Gedicht feiert einen Tag, an dem Zeit nicht als knappe Ressource behandelt wird. Arbeit, Termine und Leistung treten zurück; Essen, Träumen, Freundschaft, Gesang, Kerzenlicht und Schweigen schaffen einen anderen Rhythmus. Das Bild des Aufladens ist dabei weniger technisch, als der Titel zunächst vermuten lässt: Neue Kraft entsteht gerade aus dem Unterbrechen.
Im Mittelpunkt steht der Schabbat als kulturell und religiös geprägte Form dieser Unterbrechung. Der Dank an das Judentum erinnert daran, dass Ruhe nicht nur private Erholung ist. Sie kann gemeinschaftliche Ordnung, Schutz vor Ausbeutung und eine Grenze gegenüber dauernder Verfügbarkeit sein. Zugleich lädt diese Bezugnahme dazu ein, Herkunft und Eigenständigkeit der jüdischen Tradition respektvoll mitzudenken.
Fragen an das Gedicht
- Was unterscheidet einen geschützten Ruhetag von bloßer Freizeit?
- Wie kann Dank an eine religiöse Tradition ausgedrückt werden, ohne sie zu vereinnahmen?
- Welche Tätigkeiten lassen Kraft gerade dadurch fließen, dass kein Ergebnis verlangt wird?
Die erste Auslegung und die Fragen sind ein KI-Entwurf. Das Gedicht stammt von Hans Hufnagel; Textfassung und Auslegung warten auf seine Prüfung. Ein Bild zum Gedicht wird erst später auf Grundlage von Seite und Auslegung entwickelt.
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