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DU ICH ICH UND DU GORDON SATIR MENSCHENBILDER WELTBILDER
(Rose Ausl�nder stammte aus dem j�dischen Stedl in Czernowitz (Ukraine).
In tiefer Anerkennung vor ihrem Lebenswerk und ihrer Lebensgeschichte stelle ich dieses dichte Wort ganz an den Beginn!
Und ich m�chte noch auf ein Gedicht hinweisen. gerettet aus dem Ghetto in Czernowitz bei der Deportation der Juden,
der Rose Ausl�nder im Versteck entkam, die Jugendliche Selma Meerbaum-Eisinger aber nicht.
Es hei�t der Sturm - ein Fr�hlingsgedicht aus ihrem einzigen B�chlein Bl�tenlese.
Das B�chlein �bergab sie Freunden, bevor sie ins Todeslager musste, in dem sie mit 18 Jahren verstarb.)
Als Mensch dieser bunten Erde,
beschenkt und ausgestattet mit so lebendiger Kraft,
mit Mut und tiefem Bewusstsein!
DU
Als Teil dieser kraftvollen Menschheit,
getrieben von so viel Kreativit�t und Intelligenz,
in Deinem Fragen und Antworten!
DU
Als Kind dieses stillen Weltalls,
erf�llt von soviel Licht und Weite!
DU
Du baust an Br�cken zwischen Kulturen, Religionen und Weltanschauungen.
DU sorgst f�r Dich, f�r Deine Kraftquellen, Deine Struktur, Deine Harmonie und Deine Balance.
DU tr�gst zur L�sung der aktuellen Weltprobleme bei und �bernimmst Verantwortung.
Ich
lege mein Netz aus Weisheiten, Erfahrungen und Erkenntnissen, aus Zielen, F�higkeiten und Empfindungen aus,
interpretiere es hinein in die aktuelle Situation, in diesen Moment der Lebendigkeit und F�lle, voll von dem sich mir Begegnendem mit seiner und meiner Begrenztheit.
ICH F�R DICH
Ich
suche nach Liebe
und werde sie finden, so bunt, so vielf�ltig, so sch�n und immer neu!
Ich
sch�tze das Leben
und bin gesch�tzt, getragen, gest�rkt und so umfassend beschenkt!
Ich
verehre das Heilige
in Ehrfurcht und Demut, das mich heilt, heilend heiligend mich durchdringt.
Ich
bin ich,
ich werdend, mich gestaltend, entfaltend, bl�hend, reifend, Tr�ume atmend!
Ich
gestalte diese Welt,
gemeinsam heilend, sch�tzend, �berbr�ckend, verbunden mit DIR!
ICH UND DU
(Aus Ich und Du von Martin Buber, geschrieben 1919 ein Jahr nach dem ersten Weltkrieg und 20 Jahre vor Beginn des zweiten - ach h�tte man mehr auf diesen j�dischen Weisen geh�rt!!!)
"Das Grundwort Ich-Du kann nur mit dem ganzen Wesen gesprochen werden. Die Einsammlung und Verschmelzung zum ganzen Wesen kann nur durch mich, kann nie ohne mich geschehen. Ich werde am Du; Ich werdend spreche ich Du.
Alles wirkliche Leben ist Begegnung.
Die Beziehung zum Du ist unmittelbar. Zwischen Ich und Du steht keine Begrifflichkeit, kein Vorwissen und keine Phantasie; und das Ged�chtnis selber verwandelt sich, da es aus der Einzelung in die Ganzheit st�rzt. Zwischen Ich und Du steht kein Zweck, keine Gier und keine Vorwegnahme; und die Sehnsucht selber verwandelt sich, da sie aus dem Traum in die Erscheinung st�rzt. (...)
Gegenwart (...) gibt es nur insofern, als es Gegenw�rtigkeit, Begegnung, Beziehung gibt. Nur dadurch, dass das Du gegenw�rtig wird, entsteht Gegenwart. (...) Insofern sich der Mensch an den Dingen gen�gen l�sst, die er erf�hrt und gebraucht, lebt er in der Vergangenheit, und sein Augenblick ist ohne Pr�senz. Er hat nichts als Gegenst�nde; Gegenst�nde aber bestehen im Gewesensein. (...)
...
Wer dies nicht wei�, mit dem Wesen wei�, kennt die Liebe nicht, ob er auch die Gef�hle, die er erlebt, erf�hrt, genie�t und �u�ert, ihr zurechnen mag. Liebe ist ein welthaftes Wirken. Wer in ihr steht, in ihr schaut, dem l�sen sich Menschen aus ihrer Verflochtenheit ins Getriebe; Gute und B�se, Kluge und T�richte, Sch�ne und H�ssliche, einer um den andern wird ihm wirklich und zum Du, das ist, losgemacht, herausgetreten, einzig und gegen�ber wesend;
...
Der Mensch wird am Du zum Ich."
(Quelle: www.celtoslavica.de/sophia/Buber.html )
Das Credo von Thomas Gordon nach G�nter A. Furtenbacher
Du und ich stehen in einer Beziehung zueinander,
die ich sehr sch�tze.
Ich wei�, dass Du so sein willst
und Dich so zum Ausdruck bringen willst,
wie Du wirklich bist � ebenso wie ich.
Und ich wei�, dass Du Deine W�nsche und Bed�rfnisse
erf�llen m�chtest � ebenso wie ich.
Wenn du Probleme hast,
werde ich dir annehmend und verst�ndnisvoll zuh�ren,
um es dir auf diese Art zu erm�glichen, L�sungen zu entdecken,
die dir gem�� sind, anstatt dir meine L�sung aufzudr�ngen.
Und ich hoffe, dass du mir auch auf diese Art zuh�rst,
wenn mich etwas besch�ftigt.
Wenn dein Verhalten f�r mich ein Problem darstellt,
werde ich Dir offen und ohne Vorw�rfe sagen,
wie mir zumute ist.
Und ich vertraue darauf, dass auch du mir sagst,
wenn du dich durch mein Verhalten daran gehindert f�hlst,
so zu leben, wie du leben m�chtest.
Wenn wir einen Konflikt haben,
werden wir gemeinsam nach L�sungen suchen,
die f�r uns beide annehmbar sind,
so dass wir beide gewinnen.
So kann sich jeder von uns entfalten und das werden,
wozu er f�hig ist.
Und wir k�nnen eine zufriedene,
von Respekt, Freundschaft und Liebe
getragene Beziehung zueinander haben.
(Quelle: Site gesperrt: markus-berthold.de/kommunikation/beziehung/credo.htm )
Die f�nf Freiheiten
Zu sehen und zu h�ren,
was in mir ist und mit mir ist
und nicht,
was dort sein sollte,
dort war oder vielleicht sein k�nnte!
Zu sagen,
was ich f�hle und denke
und nicht,
was ich sagen sollte!
Zu f�hlen,
was ich f�hle
und nicht das,
was ich f�hlen sollte!
Zu fragen,
was ich m�chte
und nicht
warten, warten, warten
auf Erlaubnis!
Zu wagen,
was mich reizt,
statt immer nur Sicherheit zu w�hlen!
Virginia Satir (1916 - 1988)
(Quelle: Site gesperrt: markus-berthold.de/kommunikation/satir/satir3.htm)

aus: SelbstStruktur?
Welches Weltbild liegt dem Kolibri-Ethos zugrunde?
Ausgangspunkt ist all das Positive, Kraftvolle, Sch�ne, ... das uns umgibt und erf�llt!
Ausgangspunkt sind all die positiven F�higkeiten des Menschen
zum Fragen und Antworten,
zum Begegnen und zur Kommunikation,
zur Meditation und Tiefe.
Ein Weltbild, dass die reale erlebbare Welt negiert oder als Reich der Finsternis diffamiert,
dass den Menschen als durch und durch vom B�sen beherrscht und verdorben betrachtet,
ist kaum mit dem Kolibri-Ethos vereinbar.
Anderseits werden weder Grenzen, noch Fehler, noch Schuld oder Versagen geleugnet oder verdr�ngt.
Auch das Negative in seiner harten und furchtbaren Negativit�t ist Teil unserer Situation und unserer Welt.
Im Spannungsfeld zwischen Tod und Leben, Verzweiflung und Hoffnung, Erfolgen und Scheitern leben wir.
Wir leben, getragen, angetrieben, beseelt von der Kraft des Lebendigen.
Diese Kraft k�nnen wir zusammenlegen, teilen, verschenken, wachsen lassen, genie�en, ...
und gemeinsam uns und unsere Welt vor all den Bedrohungen unserer Welt
ja selbst den Bedrohungen gegen unsere Welt an sich sch�tzen.
Das Menschenbild des Kolibri-Ethos
Mensch hei�t auf Sanskrit der F�hige. In vielen Religionen ist der Mensch der Geschaffene, der Berufene, der Beauftragte.
Die heutige Naturwissenschaft entdeckt enorme bewusste und unbewusste Denkf�higkeiten des Menschen.
Moderne Menschen sind selbstbewusst, individualistisch und eigenwillig.
Andererseits erschrecken Fehlentwicklungen und entsetzlich schreckliche Verbrechen,
die die Menschheit trotz ihrer Kraft nicht aufhalten konnte und die bis heute immer neu geschehen.
Jeder einzelne wei� trotz vieler St�rken um seine Schattenseiten und Grenzen.
Die Welt muss vor dem Menschen gesch�tzt werden, bis dieser zu sich selbst, zu seiner Ethik
und zu einer Harmonie mit der Welt und seinen Mitmenschen gefunden hat.
Es ist gef�hrlich nicht mit den Schattenseiten zu rechnen,
auch wenn man das Licht nicht unter einen Scheffel stellen sollte.
Welches Menschenbild habe ich?
Wie sehe ich zuerst mich selbst?
Was sage ich den Tag �ber zu mir selbst? Beschimpfe ich mich als faul?
�rgere ich mich �ber meine Unf�higkeit, meine Unzul�nglichkeit, meine vielen Fehler, mein Scheitern und Versagen?
Oder bewundere ich mich, freue mich an meinen Ideen, meinen Taten und Erfolgen, meinem K�rper und Geist?
Bin ich der S�nder oder der F�hige, der Bestrafte oder Begabte, der Bedr�ckte oder der Freie,
der Narzisst oder der Selbstbewusste, der Tyrann oder der Vermittler, Organisator und ein Vorbild?
Was denke ich �ber meine Mitmenschen?
Sind sie Feinde und Bedrohung, Konkurrenten und Belastung?
Sind sie Freunde und Vertraute, Engel und Liebenswerte?
Die Frage nach dem Menschenbild ist grundlegend f�r das Kolibri-Ethos.
Das Kolibri-Ethos braucht ein Menschenbild, das so positiv und realistisch ist,
dass ich mich frei und stark f�hle, mich f�r seine Wege zu entscheiden
und gleichzeitig um unsere Begrenztheit wei�, um gangbar Wege zur Verwirklichung,
zum Wachsen und um sich zu sch�tzen zu finden.